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Landeskirchliche Gemeinschaft & EC | |||||||||||||||||||
| Amberg / Sulzbach-Ro. / Edelsfeld | ||||||||||||||||||||
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1) In der Reformation, deren zentrale, inhaltliche Anliegen aufgenommen wurden (sola Christus, sola scriptura, sola fide, sola gratia). Daneben wurde der Gedanke des allgemeinen Priestertums der Gläubigen aufgegriffen, wobei die „dritte Form des Gottesdienstes“, nach Martin Luther, in seiner 1526 erschienen Schrift „Deutsche Messe und Ordnung des Gottesdienstes“ besonders zu betonen ist. Darin fordert der Reformator “eine geordnete Versammlung für solche, die mit Ernst Christen sein wollen.“ 2) Im Pietismus, zu dem besonders in Württemberg unmittelbar geschichtliche Verbindungen bestehen, weil dort Gemeinschaften aus dieser Zeit existieren, die die Epoche des Rationalismus überdauert haben und direkt in die Gemeinschafts-Bewegung eingemündet sind. Stärker noch zeigen sich die Verwurzelungen im Inhaltlichen: So wurden in der Gemeinschafts-Bewegung die sog. „Collegia pietatis“, von Pfarrer Philipp Jakob Spener eingerichtete private Erbauungszirkel als kleine Gruppen, die sich außerhalb des Gemeindegottesdienstes zu Bibellektüre und Gebet treffen, heimisch. 3) In anglo-amerikanischen Einflüssen (Methodismus, Heiligungsbewegung, evangelistischen Aktivitäten).
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Im Jahre 1888 fand die erste sog. Pfingstkonferenz der Gemeinschaftsbewegung in Gnadau statt, einer kleinen Kolonie der Herrnhuter Brüdergemeine in der Nähe von Magdeburg. Die Impulse zur Durchführung dieses Treffens kamen u. a. von Professor D. Christlieb, dem Evangelisten Elias Schrenk und von Baron Jasper von Oertzen. Neun Jahre später gab sich die Gemeinschafts-Bewegung ihre endgültige Form im „Deutschen Evangelischen Verband für Gemeinschaftspflege und Evangelisation“. Erster Vorsitzender (Präses) wurde Reichsgraf Eduard von Pückler, eine der prägendsten Gestalten der ersten Jahrzehnte.
In den Jahren von 1907 bis 1910 geriet die junge Gemeinschaftsbewegung durch die aufbrechende Pfingstbewegung in eine ernste Krise, die jedoch zum Preis von schmerzlicher Trennungen überwunden werden konnte.
Bereits in der Anfangszeit des Dritten Reiches lehnte sich Gnadau an die Bekennende Kirche an und setzte sich deutlich von der Bewegung Deutsche Christen ab. In der Nachkriegszeit wurde die organisatorische Einheit durch die politischen Umstände zerbrochen. Es bildete sich neben dem „Gnadauer Verband für Gemeinschaftspflege und Evangelisation“ mit Sitz in Dillenburg im Westbereich das „Evangelische Kirchliche Gnadauer Gemeinschaftswerk“ in der DDR mit Sitz in Woltersdorf. Als sich 1989 die Wiedervereinigung abzeichnete, wurden umgehend Schritte eingeleitet, die frühere Einheit wieder herzustellen. Diese wurde 1991 vollzogen.
Horst Reuter |
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